Mein/dein Himmelreich, feurigheiß und schaurigkalt, wird unser sein - versprochen!
***gewidmet Esiri Agboje 24.07.1975/16.11.2016***

Samstag, 25. Februar 2012

....

Fehlgeschlagene Experimente
Verfluchte Sinne
Verlangende Stimme des Nichts
Es gibt kaum Hoffnung und viel Trauer

Leidvolles Stöhnen der Gier
Im endlosen Eifer der Liebenden
Und doch so klein
Kleines Herz auf rosa Seidenpapier

Lebenslust und -freude
Keine Angst vor Neuem
Neuen Schmerzen, neuer Trauer
neuem Ich und Du und Wir und Ihr und
gemeinsam einsam

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Manchmal sind grade die "schlechten" Tage eigentlich gar nicht so schlecht, denn sie bringen manchmal doch ganz viel Kreativität... Manchmal entsteht so viel Gutes.... Oder beinahe Gutes - oder auch nicht ;)

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irreale lebensgestalten
am ende des lebens verbunden
auch ohne band
gebrochene worte auf gefühlsebene

im verstand so kleingroß
kein liebeseifer im körperbauchgeschmatze
es lebe die liebe
ohne dich im herzen - (n)immer

es geht um große taten
mit sachverstand erfühlt
hinein in lebensgeister
nicht mehr weiter - doch hinaus



es gibt kein ewig leben
deswegen lebe so wies muss
du fühlst es in deinem herzen
und lebst auch mit verdruss
und manchmal hast du keinen
der da ist und dich hält
doch manchmal ist da jemand
der dir zeigt dass das nicht zählt

Donnerstag, 23. Februar 2012

...

Aus kleinen Flammen entsteht ein großes Feuer
Es lodert und qualmt und brennt sich durchs Gras
Es frisst die Erde, die Blumen, die kleinen Krabbelviecher - so gut versteckt
Es gibt nichts frei das nicht Asche und Glut

Es brennt und brennt und feuert sich durch
Es lacht und weint - Tränen lösen sich auf im Rauch
Es lauert und springt - Menschenfetzen am Spieß
Nichts bleibt und alles beginnt

Reinigende Kraft des Feuers im Windhauch erstickt
Wassertränenflüsse mit neuem Leben in Sicht
Doch weit genug entfernt für erstickende Rauchschwaden
Dazwischen schwebend mit kratzender Stimme
Angst, Furcht, Einsamkeit

Dienstag, 14. Februar 2012

Valentinstagsgrüße

Nasse Liebesgeschwüre [sorry!! ;)]
aus blutvollem Mund
mit großschwarzem Herzen
tränenvoll erfüllt

lauttönender Lufthauch
Ahnung von Liebe
Sehnsucht und Fleischgier
in Augentiefenleere

wortloses Freudenleben
Körperlichkeit der Lust
feuchtnass schöne Träume
Guten Morgen - Gute Nacht!

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Zwilling vom Sternzeichen... Also getrennt von mir, viel zu lang und doch untrennbar vereint im Körper, im endlos leeren kalten Raum der Nicht-Erkenntnis voller Wissen....
Valentinstagsgeschwüre verwandeln sich in Selbstliebeskärtchen voller Glück und Hoffnung auf bessere Zeiten mit mir - irgendwann wenn die unendlich weite Distanz überwunden, die doch so schnell überwunden scheint, findet man nur die richtige Fährte....

Es ist manchmal alles so klar, dann so trüb und doch so emsig arbeitend immer im Wandel, aber darauf vertrauen ist trotzdem so schwer....

Heute nochmal Kaffee und Duschgelwasserschäumchen, danach etwas Herzgeschmetter und dann auf in den Alltags-Kampf in weiß.... :)

Liebevolle Grüße nach da draußen! :-*

Montag, 13. Februar 2012

Hirnspalten zum Frühstück (mit Kaffee)

Ach Mensch, klar ist das alles MEIN Problem.... Mir ist sowas von bewusst, dass es keinen interessieren braucht, wie es mir grad geht oder was das Handeln desjenigen bei mir vielleicht und eventuell auslösen könnte.... Aber ist es denn wirklich zuviel verlangt, wenn man erwartet, dass Rücksicht genommen wird?

Erwartungen soll man nicht haben - hat man aber verdammt nochmal und das ist doch auch eigentlich gar nicht so schlimm... Erwartungen, die doch eigentlich auch nur eine gewisse Art von Neugier darstellen - in der Hinsicht etwa, dass sie eine Neugierde auf die eigene Selbstreflexion und damit auf das Lesen der jeweiligen Reflexion des anderen darstellen - Habe ich mich in den Aussagen und Handlungen, die mir ein Mensch oder eine Umgebung, ein Unternehmen oder eine Kultur entgegengebracht und/oder gezeigt haben, richtig interpretiert?!? Und wenn nicht - warum?

So ist es zumindest klar, warum ich mich nicht zügeln kann - manchmal am Abend, manchmal am Morgen oder Mittag... Dann muss ich fragen und Antworten bekommen - unreflektiert? - vielleicht aber auf jeden Fall immer irgendwie am Ende doch schmerzhaft....

Also, lass es!

Natürlich! Ich weiß, ich könnte es einfach lassen... Aber ist es nicht vielleicht eine einmalige Gelegenheit doch noch Antworten zu bekommen... Sind die kleinen Fort-Rück-Seit-Schritte manchmal morgens, abends oder mittags nicht vielleicht doch Zeichen einer immerwährenden Verbundenheit, deren Wert ich so lange so hoch schätzte und der so langsam in all dem Schmerz unterzugehen scheint....

Wo ist der Funke?

Wenn er da ist, bringt er das Fass wohl zum Überlauf und wenn nicht ist es kalt und das Herz klopft in endloser Leere dahin... Unkontrolliertes Chaos in meinem Herzen... Aber auf der Suche nach Ankerpunkten, ergeben sich so ein, zwei und manchmal hoffe ich zwar auf mehr, aber lerne doch den süß-fauligen Geschmack der Vorfreuden-Schwellung langsam lieben... Schwefelige Vorfreuden-Funken vielleicht... ;)

Es ist manchmal so schwer... so leicht zu sein und Vögelchen flieg....

Es ist so schwerelos, so ziel- und klanglos manchmal und dann wieder so hart und führend und unglaublich laut... Das Leben ist... und bleibt und wird immer sein.... Ende ist gleich Anfang, denn ein richtiges Ende ist so unglaublich unendlich weit Weg, dass aus der Distanz die Nicht-Realität entspringt und sich freut und sagt: Fuck you! Bleibst ja doch da und hier und überall und nirgendwo - dein Ding - mach was draus, oder eben nicht!

Dienstag, 7. Februar 2012

Vergangenheit, Gegenwart und .... Zukunft?!?

Da es mir zur Zeit echt nicht gut geht und ich die Angewohnheit dann zwischendurch in meiner Vergangenheit zu wühlen, habe ich das Glück (?) gehabt ein altes "Gedicht" von mir zu finden, hab ich verfasst am 14.Oktober 2004 - irgendwann am Anfang von Gegenwart und nicht mehr Zukunft...



Ich hasse die menschen, verachte sie
sie versuchten aus mir eine von ihnen zu machen
doch das bin ich nicht
ich bin wie ein reh,
das wild und verschreckt durchs land läuft

verschreckt durch die lauten stimmen
die mir eine fremde sprache beibringen wollten
eine sprache der gewalt und des hasses
ich sollte helfen ihre ziele durchzusetzen
sollte mich verkaufen für etwas, das mir nicht entsprach
sollte mich selbst aufgeben für sie

lange zeit lag ich an ketten
versklavt, verachtet und missbraucht
man redete auf mich ein
versprach mir tausend schöne dinge
doch ich liebte mich zu sehr
sodass ich all dem widerstand

irgendwann - ich wusste kaum noch was freiheit bedeutete
riss ich mich los von den ketten
und mein leben begann
nach langen jahren des todes
von da an zog ich umher
auf der suche nach meinen wurzeln, nach mir selbst

lange war die suche erfolglos
doch in einer klaren vollmondnacht fand ich mich
und nun lebte ich wirklich
zwar ist dieses leben einsam
aber manchmal kommt ein armer wanderer
der es würdig ist mein vertrauen zu genießen

nächtelang sind wir dann vereint
in unseren geschichten und träumen
in unser ewig gleichen einsamkeit
zwar müssen wir uns auch wieder trennen
doch in der zeit, die wir zusammen sind
sind wir glücklich



Klar, ist das unreif und kitschig und viel zu pubertär... Aber darum ging es hier ja auch immer.... Um das kleine Vgelchen, das auch mal Reh sein mag und am Ende doch nie am Ende ist!!!